Veranstaltung
« zurück zur PinnwandVortrag: Dr. Ulrich Pietrusky
Die ehemalige „Colonie“ Neustift (heute Markt Ortenburg) wurde in der Zeit von 1826 bis 1831 gegründet. An sich sind „Colonien“ als Siedlungsgründungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit, waren vom Staat gewollt und trugen im 19. Jahrhundert diesen eigenartigen Namen ganz offiziell.
Die Neustifter können aber mit einer Reihe von Besonderheiten aufwarten: Die Gründung mit 14 neuen Anwesen erfolgte als Privatinitiative des „Schlagbauern auf der Neustift“ und war damals die größte Ansiedlung dieser Art in Niederbayern. Der Vorgang ist durch Archivmaterial in einmaliger Weise umfangreich dokumentiert. Dieses zeichnet einen erbitterten Streit zwischen der Gemeinde Iglbach mit ihrer heißen Ablehnung und der königlichen Regierung mit ihrer kühlen Zustimmung der „Colonie“ nach. Neustift hatte als einzige in Niederbayern einen Spitznamen und schließlich sogar auch einen amtlichen Schimpfnamen. Und am Ende ist schließlich der Großteil dieser besonderen Siedlung im Erdboden verschwunden.
Professor Ulrich Pietrusky hat im Rahmen des Projekts „Historisches Neustift und Umgebung“ erstmals das Archivmaterial zur Gründung der „Colonie“ Neustift ausgewertet und mit der einen oder anderen Geschichte aus der Siedlung zu einem Buch und einem Vortrag aufbereitet.
Ort: Gemeinschaftshaus Neustift
Beginn: 19.00 Uhr
Preis: Eintritt frei – Spenden erbeten!
Veranst.: Förderkreis Schloss Ortenburg und Historisches Neustift
Bildunterschrift:
Postkarte vom 1. April 1915 an Unteroffizier Franz Höng (Bauer, Kaltenöd).
Vorne mit Zither Johann Höng (Salzmann), rechts daneben Franz Höng.
Hinten links: Johann Voggenreiter (Kramer), Johann Diewald, Josef Höng
Veranstalter: Förderkreis Schloss Ortenburg und Historisches Neustift
Veranstaltungsort: Gemeinschaftshaus Neustift